Einleitung | Geschichte Albernias | Das Leben des Volkes | Die Häuser des Adels | Albernische Kochrezepte | Karte Albernias | Karte Albernias 2

„Willkommen Fremder! Tretet ein in Travias Namen. Seht ihr das Feuer am Kamin? Nehmt Euch den Stuhl davor und setzt Euch. Ein Bier wird sich für Euch finden und ein feiner Brand dazu. Natürlich soll auch eine Schale von meinem Eintopf nicht fehlen. Woher stammt ihr Fremder? Kommt Ihr von weit her? Ihr wart noch nie in Albernia? Dann lasst mich Euch erzählen von meiner Heimat. Es wird eine lange Nacht heute. Ihr solltet das Haus besser nicht verlassen, ehe Praios morgen wieder am Himmel steht! Der Wald atmet Nebel heute Nacht. Im Nebel wohnen die Geister. Drum bleibt herinnen, wärmt Euch an meinem Feuer und lässt mich berichten von Albernias schönen Landen, seinen festen Mauern und hohen Herren, seiner stolzen Geschichte und seinem Zauber...“

(Cullen, Wirt des Roten Ochsen in Giegenau zu einem Reisenden aus Garetien)

Das Königreich Albernia liegt im Nordwesten des aventurischen Kontinentes. Es grenzt gen Firun an das Königreich Nostria, gen Rahja an das Herzogtum Nordmarken, gen Praios an die Markgrafschaft Winhall und gen Efferd an das Meer der Sieben Winde.

Im Ausland ist Albernia für seine Lage am Großen Fluß und die Heidelandschaft des Abagund bekannt. Der Große Fluß durchfließt den Süden des Königreiches von Osten nach Westen. An seinem Oberlauf ragen steile Klippen in die Höhe, während sich weiter im Westen fruchtbare und ausgedehnte Auen längs des Wassers erstrecken. Der nördliche Hauptarm des Flusses ergießt sich bei der Hauptstadt Havena ins Meer der sieben Winde. Weitere Arme bilden weiter südlich ein unbewohntes und sumpfiges Delta.

Nördlich des großen Flusses erstreckt sich das Abagund. Diese Landschaft ist überwiegend durch Wiesen und Heide geprägt. Fruchtbare Böden und der Handel auf guten Straßen brachten Wohlstand in diesen freundlichen Landstrich.

Abseits des Großen Flusses und der Straßen des Abagundes schließt sich im Nordwesten das Seenland und im Norden der Farindelwald an. Beide Gegenden sind unwirtlich und arm. Im Seenland sind es salzige, sumpfige Böden und flache, brackige Wasserflächen, welche sich einer dichten Besiedlung und einem Leben im Wohlstand widersetzen. Im Farindelwald herrscht der Zauber der Feen und die Macht des Wesens, nach dem er seinen Namen hat. Menschen werden hier nur als Randfiguren im äußersten Schatten des Waldes geduldet.
Die Hauptstadt Albernias ist Havena. Hier herrscht Königin Invher Ni Bennain, Tochter des berühmten Cuano Ui Bennain. Havena ist eine der bedeutendsten Hafenstädte der Westküste. Die meisten wichtigen Straßen Albernias laufen hier zusammen. Seit weite Teile der Stadt jedoch vor rund dreihundert Jahren von einer großen Flutwelle zerstört wurden, musste die stolze Stadt mehr und mehr hinter der Konkurrenz der Häfen des Horasreiches zurückstehen.

Weiter im Osten liegt das wohlhabende Honingen. Von hier aus führen Straßen zu den Reichsstädten Abilacht und Kyndoch und nach Winhall, der Grafenstadt der Conchobairs. Auch Havena und der Greifenpaß werden über Honingen miteinander verbunden.

Die politische Landschaft Albernias ist geprägt vom Konflikt zwischen den Alten Häusern und den jüngeren thorwalstämmigen Familien. Zu letzteren gehören die königliche Familie der Bennains, das Grafengeschlecht der Conchobairs und andere adelige Häuser wie die Lludd, Niamad oder Riunad. Diese Familien führen ihre Wurzeln auf jene Nordleute zurück, die bereits während der Dunklen Zeiten begannen, sich in Albernia niederzulassen. Sie stehen für klare, kriegerische Tugenden und sind beim einfachen Volk für ihre liberale und volksnahe Haltung beliebt.

Die Alten Häuser sind Albernias Uradel. Die bekanntesten Familiennamen sind Crumold, Herlogan, Fenwasian, Stepahan und Arodon. Den aus ihrer Perspektive „neureichen“ Adeligen der jüngeren Familien stehen sie mit Skepsis und Ablehnung gegenüber. Über Jahrhundert verlor der Altadel durch diese Konkurrenten zahlreiche Ländereien und dominiert heute besonders die abgelegenen weniger fruchtbaren Gebiete. Auch die Alten Häuser stehen in der Tradition des Rittertums. Das Volk fürchtet jedoch ihre harte Hand. Die tiefe Verwurzelung mit dem Land und die Verbindung zu dessen Mysterien lassen manche Vertreter der Alten Häuser unheimlich und düster erscheinen.